Ausstellung "Kunstgriff" im Dithmarsen-Park
In der ehemaligen Kaserne in Albersdorf, die in den Dithmarsen-Park umgewandelt wurde, fand vom 29. August bis zum 13. September eine Ausstellung im Rahmen der Dithmarscher
Veranstaltungsreihe "Kunstgriff" statt. Albersdorfer Künstler präsentierten hier im Tagungs- und Veranstaltungszentrum ihre Fotoarbeiten sowie Zeichnungen und Bilder in verschiedenen Techniken und Ausführungen.
Umrahmt und untermalt wurde die Kunst im Dithmarsen-Park durch zwei Lesungen und drei Konzerten von der Albersdorfer Bläservereinigung, dem Orchester Dithmarscher Musikanten und dem Frauenchor Harmonie.
Zu den ausstellenden Künstlerinnen und Künstlern:
- Bernd Kupper verwandelt mit seinen detailreichen Farbfotografien von Blumen Licht in Farbe. Er zeigt, dass es in den nordischen Ländern mit ihren sattgrünen Wiesen vollfarbiger sein kann als unter der bleichenden, brennenden Äquatorsonne.
- Klaus Otto Timm entdeckte gemeinsam mit Tochter und Frau das wildromantische, traumhafte Kanada. Nur geschützt durch das Blech ihres Wohnmobils erlebten sie die Gesellschaft von Grizzley-Bären. 3500 Kilometer, 700 Farbbilder und ein paar Jahre später wirken seine fotografischen Erinnerungen noch immer ansteckend beim Publikum.
- Beate Neubauer befasst sich naturalistisch und abstrakt mit dem Meer und dem Davor. Küstengebiete an Nord- und Ostsee sind ihr Motiv.
- Rainer Schmidt hat als Realist Kinder auf ihrem Weg zum Jugendlichen begleitet. Festgehalten im Portrait hat er ihr Werden und Wachsen. Neben diesen künstlerischen Dokumenten überrascht der Arkebeker sein Publikum mit Bildern von Tieren in ihrer natürlichen Umgebung. Mit diesem Kunstgriff füllt der zoologische Präparator, Tiermaler und Tierplastiker den Dithmarsen-Park im Darwin-Jahr 2009 mit Leben.
- Martin Marcus Vollert ist an der Waterkant auch künstlerisch in seinem Element, wie er bei seinen farbig wie gewohnt ausdrucksvollen Bildern mit Rohrfeder linienführend betont.

Eingebunden in diese Ausstellung war die Gemeinschaftsarbeit der Klassen 3a und 4a der Albersdorfer Wulf-Isebrand-Schule mit einem "Steinzeit-Sodoku" im Rahmen des Projektes "Kunstgriff macht Schule". Das Projekt wurde betreut von der Lehrerin Linda Karow und dem Künstler Martin Marcus Vollert. Das "Steinzeit-Sodoku" besteht aus 36 Bildtafeln, jede ein 40cm x 40 cm großer Keilrahmen. Die Motive sind mit Acrylfarbe gemalt nach einer Bleistiftvorzeichnung. Die Keilrahmen sind mit Klemmschienen auf einer Sperrholzunterkonstruktion befestigt und daher leicht abzunehmen und anzubringen. Dadurch ist es möglich, die einzelnen Bilder leicht und schnell auszutauschen, um das Gesamtbild neu zu sortieren. Spiel- und Variationsmöglichkeiten sind so wie bei einem Sodoku-Rätsel gegeben.
Die 36 Einzelbilder, gemalt von den Kindern, teilen sich in sechs Fachgebiete auf:
1. Tiere im AÖZA, jagdbare Tier, Tiere aus der Höhlenmalerei in grüner Grundfarbe für Wald und Wiese.
2. Baumaterial, Häuser, Jagdhütten, Holzbauten in bräunlicher Grundfarbe des Erdbodens und des Holzes.
3. Säen, ernten, dreschen, Korn malen, backen in weißer Grundfarbe der Reinheit, des Werdens der Nahrung und des Brotes.
4. Werkzeuge und Waffen aus Flint, Beile, Bogen, Speere, Messer, Töpfern von Gefäßen in blauer Grundfarbe der täglichen Bedürfnisse und des Flints.
5. Gräber, Dolmen, Urnen, Bestattungen, Totenkult und Ahnenverehrung in roter Grundfarbe des Feuers und des Blutes.
6. Geist und Denken, Rundformen wie Spiralen, Labyrinthe, Sonne, Himmelsscheibe in gelber Grundfarbe des Goldes, der Sonne und der Ewigkeit.
Das Kunstwerk soll nach der Ausstellung in der Albersdorfer Wulf-Isebrand-Schule verbleiben und dort einen Ehrenplatz erhalten.






